Omio erweitert White-Label-Netzwerk durch Partnerschaft mit TUI

21.05.2026

Omio kooperiert mit TUI und ermöglicht Zugang zu globalem Reiseinventar

BERLIN, 21. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die multimodale Reisebuchungsplattform Omio hat eine Partnerschaft mit der TUI Group geschlossen, einem der weltweit führenden Tourismusunternehmen. Seit April 2026 können Nutzer:innen von TUI auf das internationale Angebot an Bahn-, Bus- und Fährverbindungen von Omio zugreifen. Nach ihrer Buchung bei TUI lassen sich zusätzliche Verbindungen suchen und buchen. Die Integration ermöglicht eine nahtlose End-to-End-Reiseplanung innerhalb des TUI-Ökosystems.

Mit TUI setzt ein weiteres internationales Reiseunternehmen auf Omios Technologie, um sein Mobilitätsangebot auszubauen. Bodentransport spielt dabei für Marken zunehmend eine Rolle, um Erlösquellen zu diversifizieren und ihre Angebote breiter aufzustellen.

Während die Nachfrage nach Langstreckenflügen weiterhin unter Druck steht und generative künstliche Intelligenz den traditionellen Hotelmarkt verändert, stellt der Bodentransport einen der wenigen verbleibenden Bereiche dar, in denen  Reiseunternehmen schwer replizierbare Angebote bereitstellen und Erlöse im Bereich des Zusatzgeschäfts in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt erschließen können.

Omio entwickelt sich zu einem führenden Unternehmen der Reisetechnologie

Die Vereinbarung mit TUI ist ein weiterer Meilenstein für den Ausbau von Omios B2B-Sparte, mit der Omio Reiseunternehmen die technische Infrastruktur bereitstellt, um Door-to-Door-Reiseerlebnisse anzubieten, ohne dafür komplexe Systeme selbst entwickeln zu müssen.

Über API-Schnittstellen und White-Label-Lösungen ermöglicht Omio seinen Partnern Zugang zu einem Netzwerk von mehr als 3.000 Anbietern in den Bereichen Bahn, Bus, Flug und Fähre. Dabei übernimmt die Plattform unter anderem die lokalisierte Zahlungsabwicklung, das Ticketmanagement und den mehrsprachigen Kundensupport, während das Kundenerlebnis vollständig unter der Marke des jeweiligen Partners bleibt.

Das Angebot und die Technologie von Omio werden bereits von verschiedenen internationalen Plattformen und Reiseunternehmen genutzt, darunter Uber, KAYAK, Google, Iryo Conecta, LNER und easyGroup.

Ermöglichung vollständig vernetzter Freizeitreisen für TUI-Kunden

Für TUI stellt die Einbindung von Bahn-, Bus- und Fährverbindungen einen logischen nächsten Schritt im weiteren Ausbau des digitalen Reiseangebots dar. Traditionell waren für die Integration von Bodentransport häufig unterschiedliche technische Schnittstellen, separate Anbieterbeziehungen sowie erheblicher operativer Aufwand erforderlich.

Durch die Zusammenarbeit mit Omio kann TUI zusätzliche Verkehrsangebote über eine zentrale White-Label-Integration schnell einbinden und das bestehende Angebot erweitern, ohne komplexe Systeme intern selbst entwickeln zu müssen.

Für Reisende liegen die Vorteile auf der Hand: Sie können ihre gesamte Reise innerhalb des TUI-Ökosystems organisieren und ein nahtloses Reiseerlebnis genießen.

Jean-Francois Bessiron, Chief B2B Officer bei Omio, sagt:

„Reisende erwarten heute nahtlose Reiseerlebnisse über verschiedene Verkehrsmittel und Märkte hinweg. Unsere Technologie liefert globalen Reisemarken die Infrastruktur, um integrierte Mobilitätsangebote effizient zu skalieren und ihre Geschäftsmodelle resilienter und breiter aufzustellen. Die Partnerschaft mit TUI, einem der weltweit führenden und etablierten Tourismusunternehmen, unterstreicht die Stärke unserer Infrastruktur und Omios Position als Technologieplattform für den Transportsektor."

Gunther Batsleer, Director Ancillaries bei der TUI Group, ergänzt:

„Die Integration des Omio-Angebots in unsere Post-Booking-App-Umgebung ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer Strategie, unseren Kunden Zugang zu einer komfortablen Auswahl an Services zu bieten. Sie unterstützt unser Ziel, ein nahtloses Erlebnis über die gesamte Reise hinweg zu schaffen und gleichzeitig zusätzlichen Mehrwert entlang der gesamten TUI Customer Journey zu erschließen."

 

 

 

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Von Sensorverkauf zu Smart-Glass-Offensive: ams-Osram ordnet Portfolio neu

04.05.2026

Der Halbleiter- und Lichtkonzern ams-Osram stellt sein Geschäftsportfolio neu auf und setzt dabei verstärkt auf Wachstumsmärkte wie Komponenten für Augmented-Reality-Brillen und intelligente Lichttechnologien. Vorstandschef Aldo Kamper bezeichnete den Verkauf der nicht optischen Sensorsparte an Infineon als wichtigen Schritt, um das Unternehmen „für die Zukunft aufzustellen“. Die Transaktion soll dem Konzern 570 Millionen Euro einbringen und nach aktueller Planung zum 1. Juli abgeschlossen werden.

Mit dem Verkauf trennt sich ams-Osram von einem Geschäftsbereich, der rund sieben Prozent zum Konzernumsatz beigesteuert hat, reduziert im Gegenzug aber die eigene Verschuldung deutlich. Laut Kamper kann die Schuldenlast um etwa ein Drittel gedrückt werden, die jährlichen Zinszahlungen sollen in den kommenden Jahren von rund 300 Millionen Euro auf etwa die Hälfte sinken. Der so gewonnene finanzielle Spielraum soll in den Ausbau bestehender Geschäftsfelder und in neue Produkte fließen.

Im Zentrum der Wachstumsstrategie stehen Komponenten für Augmented-Reality-Brillen. Bereits heute liefert ams-Osram Sensorelemente an Hersteller solcher Systeme, wenn auch in nach Kamps Worten noch „überschaubarem“ Ausmaß. Mittelfristig rechnet der CEO mit einem stark wachsenden Markt: Anfang der 2030er-Jahre hält er weltweit jährlich 50 bis 100 Millionen verkaufte AR-Brillen für denkbar, ab der Mitte des Jahrzehnts möglicherweise mehr. AR-Brillen sollen reale Umgebungen erweitern, Navigationsinformationen einblenden, Gesichtserkennung ermöglichen oder Vitalparameter überwachen; Nutzungsszenarien sieht Kamper in großer Bandbreite.

Parallel dazu baut ams-Osram digitale Photonik- und LED-Lösungen aus, etwa hochauflösende und „intelligente“ Scheinwerfer, die bereits im Automotive-Bereich im Einsatz sind. Dieses Geschäft bringt derzeit Erlöse im zweistelligen Millionenbereich ein, bis 2028 peilt das Management einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro an. Weitere Zukunftschancen sieht der Konzern in Lasersystemen für den Rüstungssektor, wo ebenfalls mit zusätzlichem Wachstum gerechnet wird.

Für den Hauptstandort Premstätten in der Steiermark erwartet das Unternehmen trotz der Portfoliobereinigung keine einschneidenden Einschnitte. Nach Abschluss der Infineon-Transaktion sollen 70 Beschäftigte aus der Entwicklung an den Grazer Infineon-Standort wechseln, während Infineon vorerst weiterhin aus dem Werk in Premstätten beliefert wird. ams-Osram bleibt damit auf absehbare Zeit als Auftragsfertiger aktiv. Die Mitarbeiterzahl am Standort soll von derzeit etwa 1.450 bis 2030 auf 1.550 steigen, gestützt von Förderzusagen der Republik Österreich von bis zu 227 Millionen Euro, unter anderem aus dem EU Chips Act.