Cambrex, Snapdragon Chemistry und Q1 Scientific werden für Innovation und Nachhaltigkeit in der Pharmabranche ausgezeichnet

07.07.2026

EAST RUTHERFORD, New Jersey, 7. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Cambrex, ein weltweit führendes Auftragsentwicklungs- und Produktionsunternehmen (CDMO), gibt mit Stolz bekannt, dass Snapdragon Chemistry, ein Unternehmen von Cambrex, gemeinsam mit NewAmsterdam Pharma den „Green Chemistry Challenge Award 2026" der American Chemical Society für einen umweltfreundlicheren Syntheseweg bei der Herstellung von Arzneimitteln erhalten hat. Mit dieser Auszeichnung wird die erfolgreiche Entwicklung eines nachhaltigen organokatalytischen Verfahrens zur Herstellung des chiralen Tetrahydrochinolin-Kerns für die Synthese von Obicetrapib gewürdigt – einem in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befindlichen Prüfpräparat zur Behandlung von Dyslipidämie.

Cambrex Logo

 

NewAmsterdam Pharma hat in Zusammenarbeit mit Snapdragon Chemistry ein Syntheseverfahren im industriellen Maßstab für eine organokatalysierte asymmetrische Povarov-Cyclisierung entwickelt, um den chiralen Tetrahydrochinolin-Kern herzustellen, ein Schlüsselzwischenprodukt bei der Synthese von Obicetrapib. Im Vergleich zum bisherigen Herstellungsverfahren hat das organokatalytische Verfahren die Gesamteffizienz und Nachhaltigkeit erheblich verbessert: Es führte zu erheblichen Ertragssteigerungen, reduzierte die Massenintensität des Prozesses um etwa 80 %, vermied die Entstehung wässriger Abfälle, verkürzte die Produktionszykluszeit um etwa 70 % und senkte die Herstellungskosten um etwa 50 %.

Zur weiteren Festigung seiner Führungsrolle im Bereich Nachhaltigkeit wurde das Cambrex-Werk in Mailand mit dem EcoVadis-Gold-Rating ausgezeichnet, womit es zu den besten 5 % der Organisationen zählt, die hinsichtlich ihrer ökologischen, sozialen und ethischen Leistung bewertet wurden. Diese Auszeichnung spiegelt die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie von Cambrex wider, zu der eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 20 % im gesamten Netzwerk sowie das Ziel gehören, die Emissionen bis 2030 um 50 % zu senken.

Darüber hinaus ist Q1 Scientific, ein Unternehmen der Cambrex-Gruppe, im Rahmen eines Corporate Power Purchase Agreement (CPPA) eine Partnerschaft mit Flogas eingegangen, um erneuerbaren Strom aus dem Windpark Cronalaght zu beziehen. Diese Partnerschaft wird etwa 50 % des Strombedarfs des Q1 Scientific-Standorts in Waterford decken, wodurch sowohl die Umweltziele der Kunden als auch der Gemeinde unterstützt und die Position von Cambrex als verantwortungsbewusster Branchenführer gestärkt werden.

Thomas Loewald, CEO von Cambrex, erklärte: „Bei Cambrex setzen wir uns dafür ein, unsere Umweltbelastung zum Wohle unserer Gemeinden kontinuierlich zu verringern und unseren Kunden langfristige, nachhaltige Produktionslösungen zu gewährleisten."

Informationen zu Cambrex

Cambrex ist ein weltweit führendes Auftragsentwicklungs- und Produktionsunternehmen (CDMO), das die Entwicklung und Herstellung von Wirkstoffen über den gesamten Lebenszyklus eines Arzneimittels hinweg sowie umfassende analytische Dienstleistungen anbietet.

Mit über 45 Jahren Erfahrung und einem Team von 2.000 Experten, die globale Kunden aus Nordamerika und Europa betreuen, bietet Cambrex eine Reihe spezialisierter Technologien und Kompetenzen im Bereich der Wirkstoffherstellung an, darunter kontinuierliche Strömungsprozesse, kontrollierte Substanzen, Peptidsynthese, Festkörperchemie, Biokatalyse, Materialcharakterisierung, komplexe Synthesen und hochwirksame Wirkstoffe (APIs).

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Weitere Betrugsvorwürfe gegen René Benko im Signa-Komplex

15.06.2026

Im Insolvenzkomplex rund um den einstigen Signa-Konzern steht Firmengründer René Benko vor einem weiteren Strafverfahren. Die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat beim Landesgericht Innsbruck erneut Anklage wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen (betrügerischer Krida) eingebracht. Der 49‑jährige Investor befindet sich seit Januar 2025 in Untersuchungshaft. Die neue Anklage ist nicht rechtskräftig, es gilt die Unschuldsvermutung, Benko bestreitet sämtliche Vorwürfe.

Kern des aktuellen Verfahrens ist eine Garantieerklärung gegenüber einem Investor beziehungsweise den Vertretern einer Privatstiftung, hinter der nach Medienangaben der frühere Strabag‑Chef Hans-Peter Haselsteiner stehen dürfte. Nach Darstellung der WKStA soll Benko eine „wahrheitswidrige Garantie“ abgegeben und die Stiftung dadurch um rund fünf Millionen Euro geschädigt haben. Konkret sollen die vertretungsbefugten Organe der Stiftung durch die Erklärung dazu veranlasst worden sein, etwa 3,3 Millionen Euro an die Signa Holding zu überweisen und auf die Rückforderung weiterer rund 1,7 Millionen Euro zu verzichten.

Der Garantie zufolge sei der Privatstiftung eine Zahlung von in Summe rund fünf Millionen Euro bis spätestens 30. Juni 2024 zugesichert worden. Diese Rückzahlung sei jedoch ausgeblieben, so die Anklagebehörde. Dadurch soll die Stiftung in Millionenhöhe geschädigt und im Gegenzug die Signa Holding sowie eine weitere Gesellschaft unrechtmäßig bereichert worden sein. Neben dieser angeblichen Falschgarantie wirft die WKStA Benko vor, im Zuge der Signa-Insolvenz sowie seiner persönlichen Insolvenz ein Jagdgewehr im Wert von rund 80.000 Euro vor den Gläubigern verborgen zu haben und damit deren Befriedigung vereitelt zu haben.

Benko war über zwei Jahrzehnte eine der prominentesten Unternehmerfiguren im deutschsprachigen Raum. Mit einem dicht verschachtelten Geflecht aus Immobilien- und Handelsbeteiligungen baute er das Signa-Imperium auf, zu dem zeitweise auch die deutschen Warenhausketten Karstadt und Kaufhof gehörten. Steigende Zinsen, höhere Baukosten und aggressive Zukäufe trugen letztlich zur Insolvenz des Konzerns bei. Im weitläufigen Signa-Komplex wird der ehemalige Milliardär von der WKStA unter anderem wegen Betrugs, Untreue und Bankrotts verdächtigt; weitere Anklagen hält die Behörde für möglich.

Der Investor ist bereits in zwei ähnlichen Verfahren verurteilt worden, beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 verhängte ein Gericht eine zweijährige Haftstrafe, im Dezember desselben Jahres folgte wegen Schädigung von Gläubigern eine weitere Verurteilung zu 15 Monaten auf Bewährung sowie eine Geldstrafe. Parallel dazu laufen mehrere Ermittlungsstränge, die auch andere frühere Führungskräfte aus dem Signa-Umfeld betreffen. Die jetzige Anklage erhöht den juristischen Druck auf Benko weiter und dürfte die Aufarbeitung einer der spektakulärsten Unternehmenspleiten im deutschsprachigen Raum zusätzlich in die Länge ziehen.