ARC Group berät Magnax bei strategischer Investition über 35,5 Millionen Euro durch Pan-International Industrial Corp. und Foxconn Group

06.05.2026

KORTRIJK, Belgien und HONGKONG, 6. Mai 2026 /PRNewswire/ -- ARC Group hat Magnax NV („Magnax") exklusiv als Finanzberater bei einer Kapitalerhöhung über 35,5 Millionen Euro begleitet, die von Pan-International Industrial Corp. („Pan-International") angeführt wurde, gemeinsam mit der Foxconn Group und dem künftigen Management. Die Transaktion markiert einen entscheidenden Meilenstein auf Magnax' Weg vom europäischen Deep-Tech-Pionier zum globalen Industriezulieferer für Elektromotortechnologie der nächsten Generation.

Magnax, ein in Kortrijk ansässiges Unternehmen, das auf jochlose Axialfluss-Elektromotoren spezialisiert ist, sicherte sich die 35,5 Millionen Euro im Rahmen einer zweistufigen Kapitalerhöhung, die als ausländische Direktinvestition (FDI) genehmigt wurde. Nach Abschluss der Transaktion wird Pan-International — ein taiwanesischer Hersteller von Kabelbäumen, Leiterplatten und elektronischen Präzisionskomponenten sowie Mitglied der Foxconn Group — zum größten Anteilseigner von Magnax.

Magnax wurde 2015 von Peter Leijnen, Daan Moreels und Kester Goh gegründet und entwickelt jochlose Axialfluss-Elektromotoren für industrielle Hochleistungsanwendungen und Elektrifizierungsplattformen der nächsten Generation. Die patentierte Technologie bietet eine deutlich höhere Leistungsdichte als herkömmliche Radialflussmotoren und ermöglicht leichtere, kompaktere und effizientere Antriebslösungen für Elektrofahrzeuge, Industrieantriebe, Robotik, Maschinenautomatisierung sowie Luft- und Raumfahrtantriebe. Das Unternehmen vermarktet seine Technologie über zwei spezialisierte Spin-offs: Traxial im Bereich der terrestrischen E-Mobilität und Axyal im Bereich der Luft- und Raumfahrtantriebe.

Das neue Kapital soll eingesetzt werden, um Magnax' Portfolio an Axialflussmotoren zu industrialisieren und die Großserienfertigung auszubauen. Hauptsitz und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bleiben in Belgien, während die Großserienfertigung in China aufgebaut wird — unter Nutzung der Lieferketten- und Produktionsinfrastruktur der Foxconn Group. Das künftige Managementteam von Magnax investiert gemeinsam mit Pan-International und der Foxconn Group und unterstreicht damit die langfristige Ausrichtung auf die Industrialisierungsstrategie des Unternehmens.

„Wir freuen uns sehr, Magnax und seine Gründer bei dieser richtungsweisenden Transaktion beraten zu haben. Europäische Deep-Tech-Führungsstärke mit asiatischer industrieller Skalierung zu verbinden, ist genau die Art von grenzüberschreitender Partnerschaft, für die ARC Group geschaffen wurde. Wir freuen uns darauf, Magnax bei seiner globalen Expansion weiter zu unterstützen", sagte Valentin Ischer, Partner bei ARC Group.

Die 2015 gegründete ARC Group ist eine globale Investmentbank mit starken Wurzeln in Asien und weltweiter Reichweite, die sich darauf spezialisiert hat, Asien mit dem Rest der Welt zu verbinden. Die Magnax-Transaktion zeigt ARC Groups Kernkompetenz: europäische Innovation mit asiatischem strategischem Kapital und industrieller Fertigungskompetenz zu verbinden.

Kontakt: Valentin Ischer, Partner, valentin.ischer@arc-group.com

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Von Sensorverkauf zu Smart-Glass-Offensive: ams-Osram ordnet Portfolio neu

04.05.2026

Der Halbleiter- und Lichtkonzern ams-Osram stellt sein Geschäftsportfolio neu auf und setzt dabei verstärkt auf Wachstumsmärkte wie Komponenten für Augmented-Reality-Brillen und intelligente Lichttechnologien. Vorstandschef Aldo Kamper bezeichnete den Verkauf der nicht optischen Sensorsparte an Infineon als wichtigen Schritt, um das Unternehmen „für die Zukunft aufzustellen“. Die Transaktion soll dem Konzern 570 Millionen Euro einbringen und nach aktueller Planung zum 1. Juli abgeschlossen werden.

Mit dem Verkauf trennt sich ams-Osram von einem Geschäftsbereich, der rund sieben Prozent zum Konzernumsatz beigesteuert hat, reduziert im Gegenzug aber die eigene Verschuldung deutlich. Laut Kamper kann die Schuldenlast um etwa ein Drittel gedrückt werden, die jährlichen Zinszahlungen sollen in den kommenden Jahren von rund 300 Millionen Euro auf etwa die Hälfte sinken. Der so gewonnene finanzielle Spielraum soll in den Ausbau bestehender Geschäftsfelder und in neue Produkte fließen.

Im Zentrum der Wachstumsstrategie stehen Komponenten für Augmented-Reality-Brillen. Bereits heute liefert ams-Osram Sensorelemente an Hersteller solcher Systeme, wenn auch in nach Kamps Worten noch „überschaubarem“ Ausmaß. Mittelfristig rechnet der CEO mit einem stark wachsenden Markt: Anfang der 2030er-Jahre hält er weltweit jährlich 50 bis 100 Millionen verkaufte AR-Brillen für denkbar, ab der Mitte des Jahrzehnts möglicherweise mehr. AR-Brillen sollen reale Umgebungen erweitern, Navigationsinformationen einblenden, Gesichtserkennung ermöglichen oder Vitalparameter überwachen; Nutzungsszenarien sieht Kamper in großer Bandbreite.

Parallel dazu baut ams-Osram digitale Photonik- und LED-Lösungen aus, etwa hochauflösende und „intelligente“ Scheinwerfer, die bereits im Automotive-Bereich im Einsatz sind. Dieses Geschäft bringt derzeit Erlöse im zweistelligen Millionenbereich ein, bis 2028 peilt das Management einen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro an. Weitere Zukunftschancen sieht der Konzern in Lasersystemen für den Rüstungssektor, wo ebenfalls mit zusätzlichem Wachstum gerechnet wird.

Für den Hauptstandort Premstätten in der Steiermark erwartet das Unternehmen trotz der Portfoliobereinigung keine einschneidenden Einschnitte. Nach Abschluss der Infineon-Transaktion sollen 70 Beschäftigte aus der Entwicklung an den Grazer Infineon-Standort wechseln, während Infineon vorerst weiterhin aus dem Werk in Premstätten beliefert wird. ams-Osram bleibt damit auf absehbare Zeit als Auftragsfertiger aktiv. Die Mitarbeiterzahl am Standort soll von derzeit etwa 1.450 bis 2030 auf 1.550 steigen, gestützt von Förderzusagen der Republik Österreich von bis zu 227 Millionen Euro, unter anderem aus dem EU Chips Act.