ABU DHABI, VAE, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- ADGM, das internationale Finanzzentrum von Abu Dhabi, gab heute bekannt, dass Man Group plc, eine in London börsennotierte Gesellschaft für alternative Investments mit einem verwalteten Gesamtvermögen von rund 228,7 Milliarden US-Dollar, ihre Zusage zum Aufbau einer Präsenz in Abu Dhabi umsetzt und ihren Antrag auf eine Category-3A-Lizenz eingereicht hat.

Die Entwicklung spiegelt die kontinuierliche Expansion des Unternehmens im Nahen Osten wider, da es vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung einen strategischen Hub im Emirat aufbauen möchte. Die geplante Präsenz soll in der kommenden Zeit aufgebaut werden und die Beziehungen der Man Group zu regionalen Investoren sowie ihre globale Geschäftspräsenz weiter stärken.
Diese Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Dynamik bei ADGM, das weiterhin führende globale Vermögensverwalter und Gesellschaften für alternative Investments anzieht. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche internationale Institutionen, darunter Bain Capital, Barings sowie Hillhouse Investment, Niederlassungen in Abu Dhabi eröffnet und damit die wachsende Rolle des Emirats im Zentrum globaler Kapitalströme unterstrichen.
S.E. Ahmed Jasim Al Zaabi, Vorsitzender von ADGM, sagte: „Die Entscheidung der Man Group, eine Präsenz in Abu Dhabi aufzubauen, spiegelt die Stärke unserer Kapitalmärkte und das große Vertrauen globaler Investoren in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate wider. Während Abu Dhabi seine Position als „Capital of Capital" weiter ausbaut, konzentriert sich ADGM weiterhin darauf, führenden internationalen Institutionen Wachstum von Abu Dhabi aus zu ermöglichen, gestützt auf ein vertrauenswürdiges Regulierungsumfeld, erstklassige Infrastruktur und Zugang zu langfristigem Kapital. Wir freuen uns darauf, die erweiterte Präsenz der Man Group in der Region bei ADGM begrüßen zu dürfen."
Robyn Grew, Geschäftsführerin der Man Group, sagte: „Die Man Group betrachtet Abu Dhabi seit langem als eines der dynamischsten Finanzzentren der Welt, und die Einreichung unseres Antrags auf eine Category-3A-Lizenz markiert einen wichtigen Meilenstein in unserem Engagement für die Region. Unsere Beziehung zu Abu Dhabi reicht weit zurück, von unserer Mitwirkung im ursprünglichen Expertenbeirat von ADGM vor mehr als 10 Jahren bis hin zu den starken, über Jahrzehnte gewachsenen Partnerschaften, die wir mit versierten lokalen Kapitalallokatoren in den Bereichen Investment, Forschung und Wissensaustausch aufgebaut haben. Wir freuen uns darauf, einen Hub aufzubauen, der nach unserer Erwartung mit der Zeit Vertrieb, Investment und Handel umfassen wird."
Der Aufbau der Präsenz der Man Group stärkt die Position Abu Dhabis als führendes internationales Finanzzentrum für Vermögensverwaltungs- und Investmentgesellschaften weiter. ADGM verzeichnet weiterhin starkes Wachstum: Das verwaltete Vermögen stieg 2025 um 36 %, und es bestehen mehr als 12 000 aktive Lizenzen. Dies unterstreicht das anhaltende Vertrauen globaler Investoren in sein Ökosystem.
Während ADGM sein Ökosystem in den Bereichen Hedgefonds, Private Capital und quantitative Strategien ausbaut, stärkt es weiterhin Abu Dhabis Stellung als „Capital of Capital" und als wichtige Drehscheibe, die globale Kapitalströme zwischen Asien, Europa und dem Nahen Osten verbindet.
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Österreich hat drei russische Diplomaten wegen des Verdachts der Spionage des Landes verwiesen und sie zu „persona non grata“ erklärt. Nach Angaben der Regierung sollen die betroffenen Mitarbeiter der russischen Vertretungen in Wien in Aktivitäten verwickelt gewesen sein, die als nachrichtendienstliche Operationen gelten. Die Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betonte, es sei „inakzeptabel“, diplomatische Immunität für Spionage zu nutzen. Laut einer Erklärung aus Wien haben die drei Diplomaten Österreich bereits verlassen.
Nach Berichten des österreichischen Rundfunks ORF sollen die Diplomaten direkt in satellitengestützte Überwachungstätigkeiten involviert gewesen sein. Es geht demnach um mutmaßliche Spionage gegen in Wien ansässige internationale Organisationen unter Nutzung von Satellitentechnik auf dem Gelände der russischen Botschaft und des russischen Diplomatenkomplexes. Die Regierung hatte bereits im April die Aufhebung der diplomatischen Immunität der drei Betroffenen gefordert, Moskau kam dieser Forderung jedoch nicht nach. Die österreichische Außenministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die „Vielzahl von Antennen“ auf den Dächern russischer Vertretungen in Wien, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.
Wien reagiert auf den Fall auch mit einer geplanten Verschärfung des Strafrechts. Bislang ist Spionage durch ausländische Nachrichtendienste in Österreich nur strafbar, wenn sie sich direkt gegen österreichische Interessen richtet. Die Bundesregierung will nach einem Vorschlag des Justizministeriums einen zusätzlichen Tatbestand einführen, der auch die Interessen internationaler Organisationen – etwa der Vereinten Nationen und ihrer Spezialorganisationen mit Sitz in Wien – schützt. Zudem sollen bestehende Spionageparagrafen verschärft werden. Wien ist nach New York und Genf eines der wichtigsten diplomatischen Zentren weltweit und beherbergt zahlreiche internationale Einrichtungen.
Das russische Botschaftspersonal reagierte empört auf die Entscheidung. Die russische Botschaft in Wien bezeichnete die Ausweisung als „ungehörig, unbegründet, politisch motiviert und völlig inakzeptabel“ und kündigte „scharfe Gegenmaßnahmen“ an. Nach Angaben von Medien sind in Österreich rund 220 Mitarbeiter der russischen Botschaft akkreditiert; seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine im Jahr 2022 wurden bereits rund ein Dutzend russischer Diplomaten des Landes verwiesen. Nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters summierten sich die Ausweisungen seit 2020 auf 14 russische Diplomaten. Aus Moskau kam zunächst keine detaillierte Reaktion auf die jüngste Entscheidung der österreichischen Regierung.