
Der Westschweizer Bergbahnen-Tarifverbund Magic Pass hat in seiner neunten Saison ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet. Die Verkäufe stiegen um 63 Prozent, womit das ursprüngliche Ziel von 35 Prozent deutlich übertroffen wurde. In der aktuellen Saison wurden rund 320'000 Pässe verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Dies stellt den bisher größten Zuwachs in der Geschichte des Angebots dar.
Das Wachstum hängt mit der Expansion des Netzwerks zusammen. Zur Saison 2024/25 kamen 17 neue Destinationen hinzu, darunter bekannte Gebiete wie Gstaad, Meiringen-Hasliberg, Melchsee-Frutt und Sörenberg. Für die zehnte Saison erweitert Magic Pass sein Angebot um die Skigebiete Klewenalp Stockhütte (NW), Sattel Hochstuckli (SZ), Hohe Winde (SO) und Valbirse (BE). Zudem gehören neu das Gebiet Bernex in Frankreich und Domobianca in Italien zum Verbund, der damit insgesamt 103 Skigebiete umfasst.
Besonders stark wuchs Magic Pass in der Deutschschweiz. Im Kanton Bern legte das Angebot um 186 Prozent zu und verzeichnete 69'881 Abonnentinnen und Abonnenten. Auch in den Kantonen Luzern und Obwalden gab es deutliche Zuwächse. Am beliebtesten blieb das Angebot im Kanton Waadt mit 70'655 Kundinnen und Kunden, was einem Wachstum von 19 Prozent entspricht. Sébastien Travelletti, Direktor von Magic Pass, betonte die breite Akzeptanz des Produkts in der Deutschschweiz.
Magic Pass konnte seine Beliebtheit auch im Sommer steigern. Im Jahr 2025 verzeichnete das Angebot 961'201 Eintritte, gegenüber 425'190 im Vorjahr. Die Sommerfrequenz macht inzwischen 20 Prozent der gesamten jährlichen Eintritte aus. Zudem geht Magic Pass eine Zusammenarbeit mit Railaway und der Alliance Swisspass ein. Ab dem 1. November können Kundinnen und Kunden den Pass während der Wintersaison für fünf Tagesfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von ihrem Wohnort zum Skigebiet nutzen. Der Pass für die Saison 2026/27 ist ab sofort erhältlich.

Niederösterreich treibt die Elektrifizierung seines Regionalverkehrs mit Batterietechnik voran. Mobilitätsminister Peter Hanke, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Verkehrslandesrat Udo Landbauer haben die Finanzierung von sieben weiteren Akkutriebzügen für die Regionalbahnen des Bundeslands fixiert. Die neuen Fahrzeuge vom Typ Cityjet FLIRT Akku werden im Rahmenvertrag von den Österreichischen Bundesbahnen bei Stadler Rail bestellt und sollen mit dem Fahrplan 2028/2029 in Betrieb gehen.
Die Investitionssumme für die zusätzlichen Züge liegt bei rund 63 Millionen Euro und wird über die Personenverkehrssparte der ÖBB abgewickelt. Die Finanzierung der Verkehrsdienste teilen sich Bund und Land: Der Bund übernimmt etwa 70 Prozent der Kosten, Niederösterreich rund 30 Prozent. Bereits ab 2028 sollen insgesamt 16 Akkutriebzüge schrittweise auf der Kamptal- und der Kremserbahn zwischen St. Pölten und Horn eingesetzt werden; zudem ist der Einsatz auf der Erlauftalbahn im Mostviertel vorgesehen.
Die FLIRT-Akkuzüge verfügen nach Angaben des Landes unter anderem über Klimatisierung und barrierefreie Einstiege. Verantwortliche sprechen von einer deutlichen Qualitätsverbesserung für Fahrgäste, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler, die von mehr Komfort und verlässlicheren Verbindungen zwischen Wohn- und Arbeitsort profitieren sollen. Landeshauptfrau Mikl-Leitner verweist zudem auf die erwarteten Impulse für den Tourismus in Kamptal, Krems und Erlauftal, da besser ausgebaute Bahnangebote Ausflugs- und Urlaubsregionen leichter erreichbar machten.
Aus klimapolitischer Sicht setzen die Partner auf einen schrittweisen Ersatz der bisher eingesetzten Dieseltriebwagen. Laut Mobilitätsminister Hanke reduziert der Betrieb mit Akku-Zügen den CO₂-Ausstoß im Regionalverkehr pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart etwa eine halbe Million Liter Diesel ein. Das Ministerium sieht darin einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Regionalverkehrs und zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum Niederösterreichs, während das Land die Beschaffung als klares Bekenntnis zum Erhalt und zur Modernisierung seiner Regionalbahnen wertet.